Elster Online 2021 / 2022


Elster Online 2021 / 2022 ist das elektronische Portal ELSTER und eine Art Online Finanzamt. Mit seiner Hilfe lassen sich viele Dinge ganz bequem vom heimischen PC aus erledigen. Noch ist nicht alles für jeden Pflicht: Beispielsweise können bestimmte Personengruppen nach wie vor ihre Steuererklärung auf Papier einreichen. Doch das Portal wird stetig weiterentwickelt und erweitert. Dabei fallen auch veraltete Funktionen weg, wie zum Beispiel die eigene Software zum Download von ELSTER Online 2021 / 2022. Wie das alles genau funktioniert und was sich hinter grundlegenden Begriffen wie MeinELSTER verbirgt, erklärt dieser Text.

Elektronische Steuererklärung: ELSTER Online 2021 / 2022

Das Wort ELSTER ist eine Abkürzung der Worte „Elektronische Steuererklärung“. Lange Zeit war sie nur auf Papier möglich. Seit der Jahrtausendwende ist das anders: Schritt für Schritt werden Abgabe und Verarbeitung digitalisiert. Die Vorteile ähneln denen jeder Digitalisierung: weniger Papier, mehr Speicherplatz, schnellere Verarbeitung. Sogar eine Fehlerprüfung zählt mittlerweile zu den Grundfunktionen.

Die elektronische Steuererklärung 2021 / 2022 steht zwar zentral, ist aber bei Weitem nicht das Einzige, was sich mit ELSTER machen lässt. Je nach Berufsgruppe gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Formularen, die zur Verfügung stehen. Voraussetzung ist lediglich ein persönlicher Zugang oder ein Firmenzugang. Steuerberater nutzen ELSTER ebenso wie Firmen und natürlich Privatpersonen. Damit ist ELSTER nicht nur personalisiert: Etabliert hat sich unter diesem Kürzel ein ganzes webbasiertes Finanzamt.

Weil es sich dabei um besonders sensible Daten handelt, sorgt ein mehrstufiger Anmeldeprozess für Sicherheit. Dazu zählt die Zusendung von Passwörtern sowohl online als auch offline, also per Post. Besonders wichtig ist ein Sicherheitszertifikat, welches künftig bei jedem Einloggen abgefragt wird. Es dient dazu, die Zugangsberechtigung zu prüfen. Hat man sich erst einmal erfolgreich angemeldet, kann man sofort online seine elektronische Steuererklärung ausfüllen. Das Zertifikat speichert man an einem Ort, auf den der ELSTER-Konfigurationsassistent zugreifen kann.

Vorteile ELSTER Online 2021 / 2022:

+ spart Papier und Wege
+ lässt sich von zu Hause aus erledigen
+ ist weniger fehleranfällig als Papier
+ ist jederzeit zugänglich

Nutzer sind aber nicht auf ELSTER beschränkt: Viele der käuflich zu erwerbenden Softwareprodukte, die beim Ausfüllen helfen oder Steuertricks verraten, lassen sich problemlos zwischenschalten. ELSTER bietet online sogar eine Liste der kompatiblen Softwareprodukte. Einen eigenen Download wie beim veralteten ELSTERFormular 2021 / 2022 gibt es hingegen nicht mehr.

Grundlage jeder Anmeldung sind die Stammdaten: Adresse, Bankdaten sowie die Angabe, welches Finanzamt offline zuständig ist. Bei zusammen veranlagten Ehepaaren gehören natürlich auch die Daten der Ehefrau dazu. Für die jährliche Steuererklärung können die Daten der vorangegangenen Erklärung übernommen werden. Eine umfangreiche Hilfefunktion macht Neulingen den Einstieg leichter. Eine online Fehlerprüfung weist darauf hin, wenn etwas nicht korrekt ausgefüllt oder vergessen wurde.

Das ELSTER-Portal

ELSTER bezeichnet sich selbst als online Finanzamt, ist aber eigentlich ein Portal. Das heißt: Es stellt Formulare zur Verfügung und hilft beim Ausfüllen. Anschließend sorgt es dafür, dass die Formulare beim zuständigen Finanzamt eingehen. Im Prinzip verlinkt es also den Nutzer mit dessen realem Finanzamt. Letzteres ist schließlich immer noch für die Bearbeitung der Daten zuständig. Bescheide werden auf Wunsch elektronisch bereitgestellt oder per Post verschickt.

In der Vergangenheit gab es für verschiedene Zwecke zwei getrennte Plattformen. Eine davon war das ELSTER-Online-Portal. Es verfügte über eine separate Webadresse. Mit deren Zusammenführung unter elster.de wurde die Nutzung deutlich übersichtlicher.

Die wichtigsten Benutzergruppen im ELSTER-Portal

+ Privatpersonen
+ Arbeitgeber
+ Unternehmer
+ Steuerberater
+ Vereine
+ Verwaltungen

Ist ein Benutzerkonto erst einmal erstellt, wird es umgehend personalisiert: Schließlich braucht jede Benutzergruppe ihre eigenen Formulare. Sie finden sich gleich auf der Eingangsseite. Weiterhin umfasst die Eingangsseite alle wichtigen Funktionen wie den Log-in, die Hilfefunktion und die Liste weiterer Softwareprodukte.

Stets greift beim Betreten des Portals ein Konfigurationsassistent auf den heimischen PC oder das Tablet zu. Er stellt sicher, dass dessen Betriebssystem den technischen Mindestanforderungen genügt. Unterstützt werden alle großen Systeme wie Windows, Linux, Mac OS und Android. Wessen Betriebssystem veraltet ist, der kann ELSTER zwar in vielen Fällen trotzdem nutzen. Die Nutzung könnte aber ein Sicherheitsrisiko bergen.

Als Projekt der Länder und des Bundes ist das Portal zentral. Es lässt sich also nicht umgehen, sofern die Pflicht zur Einreichung auf elektronischem Wege besteht. Bei bestimmte Berufsgruppen ist dies heute schon der Fall: Beispielsweise muss die Umsatzsteuer-Voranmeldung durch Selbstständige zwingend digital erfolgen. Rentner und normale Arbeitnehmer hingegen sind weiterhin frei in der Wahl, ob sie ELSTER für sich nutzen möchten. Selbst wenn ein Nutzer ein Kaufprogramm zwischenschaltet, muss er anschließend trotzdem ELSTER Portal nutzen, damit die Daten das Finanzamt auch erreichen.

ELSTER-Formulare 2021 / 2022

Bis ins Jahr 2017 hinein war das Ganze wesentlich komplizierter, denn ELSTER war quasi aufgeteilt. Es gab elster.de und zusätzlich noch elsteronline.de. Letzteres galt als ELSTER-Online-Portal und bot demzufolge einige Funktionen getrennt von der Hauptseite an. Heute gibt es nur noch eine Startseite: elster.de. Dort finden sich alle Formulare, die es auch in Papierform gab.

Wer ELSTER schon länger nutzt, könnte leicht durcheinander kommen: Die bereitgestellten Formulare sind etwas anderes als das alte „ELSTERFormular“. Unter diesem Namen verbarg sich eine spezielle ELSTER Software, die sich auf den heimischen PC herunterladen ließ. Inzwischen wurde ELSTERFormular abgeschafft. Wer noch über alte Daten verfügt, kann sie bequem in die Oberfläche von MeinELSTER übernehmen. Dies funktioniert via Datenexport unter dem Stichpunkt „Export“.

Was findet sich unter dem Menüpunkt Formulare: Beispielsweise Formulare zur Lohnsteuer, Gewerbesteuer, Kapitalertragssteuer und Körperschaftssteuer. Anträge lassen sich ebenso stellen wie Einsprüche gegen bereits erfolgte, eventuell fehlerhafte Bescheide. Natürlich zählt hierzu auch die Änderungsmitteilung, etwa wenn jemand seinen Wohnsitz verlegt. Weiter finden sich hier die Formulare zur Einkommenssteuer, zur Einnahmenüberschussrechnung sowie zur Umsatzsteuer.

Startete man früher das Programm via Icon auf dem Rechner, sucht man nun unter den bereit gestellten Formularen das Gewünschte aus und klickt es an. Zeile für Zeile geht man es durch. Neben jedem Eingabefeld finden sich hilfreiche Anmerkungen, die sich durch Klicken öffnen. Eine Korrektur ist jederzeit im gesamten Dokument möglich. Hilfreich: Was rot markiert ist, weist auf einen Fehler hin.

Die Übermittlung erfolgt unkompliziert und erfordert, da man ja schon eingeloggt ist, keine weitere Authentifizierung. Die Abgabe wird online bestätigt, eine entsprechende Mitteilung findet sich im Postfach. Es gibt sogar den Service, dass man bereits erfährt, wie viel man voraussichtlich an Steuern zahlen wird. Natürlich ist dies nicht verbindlich, der endgültige Bescheid wird ja vom Finanzamt erst ausgestellt. Wie man den Bescheid erhält, ob per Post oder Mail, darf auch jeder selbst entscheiden.

Steuerformulare 2021 / 2022 als PDF Download


Mein ELSTER

MeinELSTER 2023 ist die personalisierte Oberfläche des Portals. Es öffnet sich also, nachdem man sich eingeloggt hat. Dies geschieht mithilfe des bereits erwähnten Sicherheitszertifikats: Ein ELSTER Programm greift auf den Computer des Nutzers zu und prüft das Zertifikat. Zusätzlich benötigt man zum Einloggen für MeinELSTER ein Passwort.

 

Nach dem Einloggen findet man die personalisierten Formulare vor, die man schon benutzt hat. Da eine elektronische Steuererklärung im Allgemeinen jedes Jahr gleich aussieht, nur mit wechselnden Einträgen, ist die Übernahme der Daten aus dem vorangegangenen Jahr äußerst hilfreich. Sie muss dann nur noch angepasst werden. Braucht man ein neues Formular, übernimmt man es aus der Liste aller Formulare in das eigene Benutzerkonto.

Jedes Konto verfügt über ein eigenes Mailfach. Hier sieht man, was man bereits abgeschickt hat – und sogar, ob es tatsächlich übermittelt wurde. Fehler beim Abschicken lassen sich so schnell korrigieren. Früher hatte das Postfach einen großen Nachteil, weil die Nachrichten alle paar Monate automatisch gelöscht wurden. Was man nicht in einer bestimmten Zeitspanne gelesen hatte, war unwiderruflich verschwunden. Inzwischen bleiben jedoch die Nachrichten so lange erhalten, bis man sie per Hand löscht.

Auch andere Funktionen bei MeinELSTER wurden im Lauf der Zeit verbessert. So ist die Suchfunktion deutlich mehr darauf zugeschnitten, die Benutzung praktisch zu machen. Wer ein Formular nicht gleich findet, kann es nun mit einer speziellen Suchmaske leichter aufspüren. Selbst die Erläuterungen der Hilfe wurden mit den Jahren wesentlich verständlicher und damit auch für Laien nutzbar.

Alle Funktionen und Tools stehen grundsätzlich kostenlos zur Verfügung. Allerdings gibt es mehrere Arten von Log-ins. Die wichtigsten sind per Sicherheitszertifikat, mit Personalausweis, mit Signaturkarte oder mit Sicherheitsstick. Sie setzen allerdings eine entsprechende Technik voraus, die natürlich auch etwas kostet. Hier fallen zwischen knapp 50 Euro für einen Stick und maximal 150 Euro im Fall der Signaturkarte an. Diese Art der Zugänge bietet sich aber eher dann an, wenn es sich um bestimmte Benutzergruppen handelt, dies sind etwa Steuerberater oder Unternehmer. Für den normalen Nutzer, der nur seine elektronische Steuererklärung abgeben will, genügt die Zertifikatsdatei. Dann bleibt die Nutzung auch kostenlos.

So funktioniert die Erstanmeldung:

+ Konfigurationsassistent abwarten.
+ Anmelden und Log-in Option wählen.
+ Registrieren (einmalig) mittels Steuer-ID.
+ Aktivierungsdaten abwarten: je einmal per Post und per Mail.
+ Dies kann einige Tage dauern!
+ Aktivierungsdaten eingeben + Zugang zur Zertifikatsdatei erhalten.
+ Zertifikat herunterladen und an einem sicheren Ort speichern.
+ Jetzt ist das Log-in jederzeit möglich.

Belegabruf für die vorausgefüllte Steuererklärung

Würde jeder Mensch immer von vorn mit dem Ausfüllen beginnen, wäre dies unverhältnismäßig. Es widerspricht überdies dem Prinzip, welches hinter dem ELSTER-Portal steckt: vereinfachte Nutzung durch besondere Nutzerfreundlichkeit. Daher beschränkt sich die Übernahme von Daten nicht auf die Stammdaten oder die Eintragungen vom Vorjahr. Stimmt der Nutzer zu, lassen sich zum Beispiel auch Rentenbezüge automatisch abrufen und sind damit voreingetragen. Ebenso verhält es sich mit vielen anderen Dingen, welche der Steuerbehörde sowieso gemeldet werden und daher bereits zur Verfügung stehen. Diese Funktion nennt sich auch vorausgefüllte Steuererklärung 2023. Eine persönliche Steuernummer allein genügt aber nicht zur Teilnahme daran: Als Privatperson muss man dazu die persönliche Steueridentitätsnummer angeben.

Automatischer Belegabruf: Das gehört dazu

+ Rentenzahlungen
+ Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung
+ gezahlte Arbeitslosenversicherung
+ Kirchensteuer
+ Lohnsteuer
+ Vorsorge wie Riesterrente

So funktioniert der automatische Belegabruf

Von allein werden aber nicht alle möglichen Daten übernommen, auch wenn sie dem Amt bereits vorliegen. Nur Stammdaten und Eintragungen vom Vorjahr erscheinen automatisch. Um weitere, aktuelle Belege abzurufen, benötigen Nutzer einen Abrufcode. Diesen müssen sie anfordern, unter der Funktion „Belegabruf“ im Menüpunkt „Formulare und Leistungen“. Aus Sicherheitsgründen wird der Code per Post verschickt. Hat man ihn einmal erhalten, kann man damit die betreffenden Daten jederzeit anpassen lassen. Sofern beantragt, gilt er auch für eine weitere Person, etwa Ehegatten oder Lebenspartner. Aus Sicherheitsgründen per Post verschickt, dauert der Empfang bis zu zwei Wochen, was man bei der Bearbeitung der betreffenden Formulare mit einplanen sollte.

Bereitstellungstermine 2023

Wer bei ELSTER ein Formular ausfüllt, sollte sicherstellen, das Richtige auszuwählen. Dazu gehört nicht nur die richtige Art, sondern auch das passende Jahr. Das ELSTER-Portal listet daher Bereitstellungstermine auf. Das sind die Termine, zu denen ein bestimmtes Formular online Verfügung geht. So lassen sich Fehler minimieren und der Datensatz schlank halten. Beispielsweise steht das Formular zur Einkommensteuererklärung unbeschränkte Steuerpflicht für 2023 erst ab dem 01.01. des Folgejahres zur Verfügung.

 

Zu finden ist die Liste aller Bereitstellungstermine unter dem Menüpunkt „Formulare und Leistungen“. In einem PDF ganz unten auf der Seite finden sich zudem die Termine vergangener Jahre. Diese Liste umfasst auch solche ELSTER Produkte, die für auslaufende Funktionen wie ELSTERFormular genutzt werden konnten.

Elektronische Lohnsteuerkarte / ELStAM 2023

Die Abkürzung ELStAM 2023 steht für „Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale“. Dabei handelt es sich um eine Art elektronische Lohnsteuerkarte. Das Prinzip ähnelt der alten, auf Papier ausgedruckten Karte. Es zeigt also an, was vom Lohn abgezogen wird. Seit 2013 verfügbar, macht diese Funktion im ELSTER-Portal die alte Lohnsteuerkarte überflüssig. Im Gegensatz zu früher wird nun alles automatisch übertragen, was für die Steuer relevant wird. Dazu zählen beispielsweise Änderungen im Melderegister wie etwa Heirat oder Kirchenaustritt.

 

Dies hat den Vorteil, dass auch die Änderung bei Lohn oder Gehalt zeitnah vorgenommen werden kann. Verantwortlich hierfür ist der Arbeitgeber. Einsehen lässt sich ELStAM jederzeit über MeinELSTER. Außerdem werden die Daten auf jeder Lohnabrechnung ausgewiesen.

Wie funktioniert der Abruf: Die betreffende Funktion findet sich unter dem Menüpunkt „Formulare und Leistungen“. Natürlich braucht es zum Einloggen wieder die Zertifikatsdatei für MeinELSTER. Bei Ehegatten oder Lebenspartnern ist es etwas komplizierter: Ein Zertifikat für beide gibt es nicht. Hier braucht jeder sein eigenes Zertifikat, um auf die jeweiligen ELStAM zugreifen zu können. Weiterhin darf natürlich der Arbeitgeber auf die ELStAM zugreifen. Aufgrund des Wegfalls der alten Lohnsteuerkarte muss er dies sogar, um gewisse Angaben zu tätigen. Er benötigt dazu lediglich einige Angaben der Beschäftigten. Hierzu zählen die Angabe von Geburtsdatum, Steuer-ID und die Angabe, ob es sich um Haupt- oder Nebenerwerb handelt. Änderungen von Lohnsteuerabzugsmerkmalen hingegen tätigt das Finanzamt. Die anderen Angaben kommen wie bereits erwähnt von der Meldebehörde. Der Übersichtlichkeit halber hier noch ein Überblick dazu.

Finanzamt

Änderungen von allem, was lohnsteuerrechtlich relevant ist. Beispiele:

 

+ Wechsel der Steuerklasse
+ Kinderfreibeträge eintragen
+ Kirchensteuer

Meldebehörde

Änderungen bei Anschrift und Personenstand. Sie leitet diese Daten automatisch an das Finanzamt weiter. Beispiele:

 

+ Heirat
+ Kirchenein- und -austritt
+ Geburten, Todesfall
+ Lebenspartnerschaften

Für Beschäftigte bleibt es aber nicht beim bloßen Abruf der ELStAM. Es gibt Dinge, die zwingend dem Finanzamt gemeldet werden müssen. Dazu zählen vor allem solche Änderungen, die sich steuerrechtlich in bestimmter Hinsicht auswirken: Trennung oder Scheidung sind anschauliche Beispiele. Wer noch in einer günstigeren Steuerklasse gespeichert ist, als es nach der Trennung der Fall wäre, ist dem Finanzamt gegenüber mitteilungspflichtig. Ähnliches gilt für Freibeträge, die sich aufgrund aktueller Umstände so ändern, dass es zulasten des Arbeitnehmers geht. All das geht inzwischen elektronisch vor sich.

Lohnsteuerbescheinigung

Wer eine Steuererklärung ausfüllen muss, benötigt hierfür die Lohnsteuerbescheinigung 2023. Sie umfasst alle getätigten Abzüge und Abgaben für ein ganzes Jahr: Hierzu zählen der Arbeitslohn Brutto, die Lohnsteuer, oder auch die Kirchensteuer. Einen Ausdruck erhält der Arbeitnehmer von der Personalabteilung seines Arbeitgebers.

 

Darüber hinaus findet sich die Lohnsteuerbescheinigung in elektronischer Form auch bei ELSTER. Hintergrund ist nicht nur die Information der Arbeitnehmer: Der Arbeitgeber muss laut gesetzlichen Bestimmungen die Daten an das Finanzamt übermitteln. Da dies ohnehin per ELSTER geschieht, kann praktischerweise auch der Arbeitnehmer darauf zugreifen. Er kann somit alle wichtigen Daten beim Erstellen der Steuererklärung direkt in die passenden Formulare übertragen. Auch die ELStAM sind Teil der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung.

Dies gehört zur Lohnsteuerbescheinigung 2023:

+ Steuer-Identifikationsnummer
+ Persönliche Angaben wie Personalnummer und Geburtsdatum
+ Steuerrelevante Angaben wie die Steuerklasse und der Bruttolohn
+ Lohnsteuerabgaben, Kirchensteuer, Beiträge für Renten-, Pflege und Krankenversicherung
+ Ausgezahltes Kindergeld

Wie funktioniert der Abruf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung bei ELSTER?

Zunächst startet man ganz normal die Einkommenssteuererklärung 2023 für das gewünschte Jahr. Wurde im Benutzerkonto der Abruf von Bescheinigungen aktiviert, findet man hier auch die elektronische Lohnsteuerbescheinigung 2023. Anschließend lassen sich die Daten einfach in das betreffende Feld übernehmen. Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber diese Daten bereits übermittelt hat. Ist dies nicht bis Ende Februar des Folgejahres geschehen, sollte nachgehakt werden: Zur Aushändigung der Lohnsteuerbescheinigung gibt es gesetzliche Fristen, die der Arbeitgeber einhalten muss.

Fazit ELSTER: Online-Portal und Finanzamt gleichzeitig

Leichte Bedienbarkeit, Sicherheit und Verfügbarkeit von jedem Standort aus: Das sind die Vorteile des Online Finanzamtes ELSTER. Dabei handelt es sich um ein Portal zur Erfassung all jener Daten, die auch beim realen Finanzamt vorzulegen sind. Wer sich einmal angemeldet hat und über ein elektronisches Sicherheitszertifikat verfügt, kann ELSTER für so ziemlich alles nutzen: für elektronische Steuererklärungen, für einen automatischen Belegabruf, für Einblicke in die Lohnsteuerbescheinigung und vieles mehr. Vorteile sind eine Entlastung der Finanzämter durch weniger Besucherverkehr, eine zeitnahe Bearbeitung aufgrund wegfallender Wege sowie verringerte Fehleranfälligkeit. Eine umfangreiche Hilfefunktion erleichtert die Bedienung auch für unerfahrene Nutzer.